Phosphatfällung

Die Phosphatfällung im Faulschlamm hat mehrere Vorteile. Dazu gehören eine verbesserte Entwässerung, ein reduzierter Polymerbedarf und die Vermeidung von unkontrollierten Struvit-Ablagerungen. Diese sind ein weit verbreitetes Problem auf vielen Kläranlagen. Es kommt dadurch zu verschiedenen Betriebsproblemen, wie erhöhtem Wartungsaufwand, vermindertem Durchsatz, beschädigten Pumpen und Ventilen.

Hauptvorteile

Verbesserte Entwässerung und verringerter Polymerbedarf

Gelöstes Phosphat verbessert die Kapazität der EPS und von Proteinen (Kopp, 2013).
Es gibt somit eine inverse Beziehung zwischen der Phosphatkonzentration im Klärschlamm und dem Trockstoff-Gehalt nach der Entwässerung. Je höher die Phosphat-Konzentration, desto niedriger der Trockstoff-Gehalt. Somit führt eine Fällung von 90% der Phosphate zu einer verbesserten Entwässerung und einem verringerten Polymerbedarf.

Vermeidung von Betriebsproblemen durch Struvit-Ablagerungen

Unkontrollierte Struvit-Ablagerungen in Rohren, Ventilen und Pumpen beeinträchtigen die betriebliche Effizienz von Kläranlagen. Die Fällung des freien Phosphats mittels Magnesiumchlorid im Klärschlamm unter kontrollierten Bedingungen reduziert die Konzentration an freiem Phosphat. Dies verhindert unkontrollierte Struvit-Ablagerungen nach dem Faulturm.

Reduzierung der Phosphat-Rückbelastung zur Wasserseite

Die Zentratwassermenge aus der Entwässerung beträgt lediglich 1-3% des Volumens des Kläranlagenzulaufs. Die Phosphatrückbelastung macht allerdings 10 – 30% aus.

Das ist vor allem bei Bio-P Anlagen relevant. Bei Schlammbehandlungs-Zentren kann die hohe P- und N-Rückbelastung verbunden mit einer hohen Eisendosierung die Pufferkapazität und somit die Nitrifikationsstufe beeinträchtigen.

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